Letzter Tag: Viel Regen, etwas Sonne und zwei Aquädukte

Schon der erste Blick aus dem Fenster heute verriet uns, dass das Wetter sich über Nacht nicht geändert hatte. Es war einfach nur grau und es nieselte, diesen feinen Sprühregen, den man nicht wirklich merkt bzw. erst dann, wenn man dann irgendwann nass ist.
Na jedenfalls war das Wetter eindeutig noch schlechter als gestern und so konnten wir unsere Wanderung entlang des Kraterrandes auch heute vergessen.
Stattdessen verbrachten wir den Tag mit azoreanischer Gelassenheit. Wir haben ein paar Schätze gesucht (und bis auf einen auch gefunden) und nebenbei noch zwei alte Aquädukte entdeckt. Dann haben wir eine lange Kaffeepause in einem hübschen Café gemacht und den Blick aufs Meer genossen. Am späteren Nachmittag kam die Sonne dann doch noch raus und wir sind ein wenig in Capelas an der Nordküste herumgelaufen. Die vorgelagerten Felsen leuchteten golden in der Sonne und wir hatten nochmal einen schönen Blick auf die Steilküste.
Zum Abendessen wollten wir eigentlich in eine rustikale Bar in Capelas, die laut Reiseführer leckeren Fisch serviert. Aber die Küche sollte erst in einer Stunde öffnen. Da wollten wir clever sein und sind die Küstenstraße entlang nach Mosteiros gefahren um dort in einem der beiden Restaurants zu gehen. Nummer eins war zu, in Nummer zwei saßen drei Leute und haben Fußball geschaut. Essen gäbe es erst morgen wieder, weiter gings mit Fußball und wir standen ratlos auf der Straße rum. Also die kurvige Küste im Nebel zurück (armer Bernhard) und dort gegessen, wo wir schon Kaffee getrunken hatten. Es gab Blutwurst mit Ananas und frischen Lachs.
Nach Hause fuhren wir lieber über die Berge, war zwar steiler und nebeliger, aber dafür gerader. Unterwegs hüpften noch drei Häschen und eine Ratte über die Straße.
Morgen geht es zurück nach Berlin – wehe, wenn da gutes Wetter ist!!