Falsch gestempelt

Stempel ist nicht gleich Stempel, schon gar nicht wenn er das falsche Datum hat. Es ist halt ein Unterschied, ob da 11. oder 12. November steht.

Gestern abend um 22.30 Uhr habe ich mich in de Nachtbus nach Puno gesetzt. Beinahe haette ich ihn noch verpasst, denn wie immer wenn mal man dringend und schnell ein Taxi braucht ist keines verfuegbar. Ich bin dann aber doch noch rechtzeitig angekommen. Leider war es kein Komfortbus, sondern einer mit engen und recht unbequemen Sitzen. Und kalt war es auch.

3.45 Uhr bin ich dann in Puno angekkommen, habe noch gewartet bis es draussen hell wurde und bin dann mit dem Bus nach Yunguyo, einem peruanischen Grenzort gefahren. Dort durfte ich dann ueber die Grenze laufen, musste mir aber vorher einen Ausreisestempel bei den peruanischen Behoerden holen. Gesagt, getan. Gut gewappnet bin ich dann ueber die Grenze marschiert um mir bei den bolivianischen Beamten meinen Einreisestempel zu holen.

Heute ist aber nicht der 12. sondern der 11. November, sagte mit der Beamte beim Blick in meinen Pass. Mir rutschte die Frage heraus, ob der eine Tag so wichtig sei. Das muesse schon alles seine Richtigkeit haben, bekam ich zur Antwort und er schickte mich zurueck nach Peru. Die Beamtin dort stempelte das Datum drei Mal ueber und fragte dann ihren Vorgesetzten, ob das so ginge. Es ging nicht so, also machte sie den Stempel ungueltig und stempelte alles nochmal.

Gut. Zweiter Versuch. Zum Glueck sind es nur 300 Meter Fussweg. Mit einem verschmitzten Grinsen empfing mich der bolivianische Grenzbeamte und sagte: „Und haben sie gesagt, dass sie keinen Fehler gemacht haben.“ Nein, nein natuerlich hatten die Peruaner ihren Fehler auch eingesehen 😉

Nun durfte ich also nach Bolivien einreisen und war etwa 20 Minuten spaeter und mit einer Zeitumstellung von plus einer Stunde in Copacabana. Dort traf ich mich mit Anja und Marie (einer Goerlitzerin, die Anja in Puno kennengelernt hatte – Sachen gibts). Nach dem Fruehstueck sind wir dann mit dem Bus nach La Paz weitergefahren. Ganze vier Stunden hat die Fahrt gedauert. Zwischendurch mussten wir noch mit einem Boot ueber den Titicacasee uebersetzen. Auch die Busse, aber auf separaten Booten.

Nun sind wir also in La Paz und nach einer kleinen Erkundungstour heute werden wir uns morgen natuerlich noch mehr von der bolivianischen Hauptstadt ansehen.